Bildungsscheck und Bildungsprämie

  

 

1) Der Bildungsscheck NRW für Betriebe, Beschäftigte, Selbstständige und Berufsrückkehrende                 

Mit dem Bildungsscheck fördert das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds die Beteiligung an beruflicher Weiterbildung. Mit Blick auf den zunehmenden Digitalisierungsdruck in den Unternehmen stehen künftig bis zu 30 Mio. Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds bereit. Mit dem Bildungsscheck NRW wird die Eigenverantwortlichkeit der Betriebe und der Beschäftigten für berufliche Weiterbildung unterstrichen. Förderhöhe: 50% der Weiterbildungskosten (brutto), maximal 500 Euro.

  • Der Bildungsscheck kann für Kurse, Seminare (auch Webinare), Bildungsurlaube, das Nachholen eines Berufsabschlusses, berufsbegleitende Studiengänge eingesetzt werden.
  • Beschäftigte, Selbstständige und Berufsrückkehrende können jährlich einen Bildungsscheck im individuellen Zugang erhalten,
    NEU ab März 2019: Auch Beschäftigte im öffentlichen Dienst, unabhängig von der Arbeitgebergröße (auch über 250 Beschäftigte)
  • Das zu versteuernde Jahreseinkommen muss zwischen 20.000 € und 40.000 € liegen (bei gemeinsamer Veranlagung zwischen 40.000 € und 80.000 €). Als Nachweis dient der Steuerbescheid (nicht älter als drei Jahre).
  • Betriebe mit bis zu 250 Beschäftigten können im betrieblichen Zugang jährlich bis zu 10 Bildungsschecks für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten,
    NEU ab Mai 2019: im betrieblichen Zugang können die Beschäftigten mehrere Bildungsschecks in einem Kalenderjahr beantragen, im individuellen Zugang gibt es nur einen Bildungsscheck.

Was bleibt unverändert?

  • Der Bildungsscheck wird nach einer Beratung in einer Bildungsscheckberatungsstelle ausgegeben.
  • Die Beschäftigten müssen in Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten.

 

 


2) Die Bildungsprämie für Beschäftigte und Selbstständige 

Einen Prämiengutschein (Förderung des Bundes) können Beschäftigte und Selbstständige mit einem Beschäftigungsumfang von mindestens 15 Stunden pro Woche und einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 20.000 Euro (40.000 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) einmal jährlich einen Zuschuss von 50% der Fortbildungskosten, maximal 500 Euro beantragen. Mehr unter